Ernährungsplan

Der Ernährungsplan als Wegweiser zum Schlankwerden?

Das Schlankwerden ist ein langwieriger Prozess. Er beginnt mit der, entweder zutreffenden oder imaginierten, Erkenntnis, dass das eigene Körpergewicht sowie der Umfang, den man selbst in einem Raum einnimmt, weder zur eigenen Persönlichkeit noch in den Rahmen dessen passt, was allgemein als Durchschnitt angesehen wird. Daraus folgt der Wunsch und das Bedürfnis, etwas an dieser Umstandhaftigkeit zu verändern. Schnell gelangt der Begriff „Diät“ in Umlauf. Meist meint man damit eine Reduktionsdiät, also eine Kost, bei der bewusst auf zum Beispiel fett- oder zuckerhaltige Lebensmittel verzichtet wird. Der Erfolg von solchen Reduktionsdiäten gilt wissenschaftlich jedoch als unbewiesen. Es wird eher empfohlen, eine vollwertige Kost mit ausreichender Bewegung, am besten an der frischen Luft, zu kombinieren, anstatt sich mit oft bloß als Mode in Erscheinung tretenden Nahrungseinschnitten vielleicht gar selbst zu schaden.

Hier wie dort ist ein Ernährungsplan vonnöten

Doch gleichgültig, ob man sich für eine (Mode-)Diät oder Vollwertkost plus Bewegung entscheidet, einen Ernährungsplan muss man dennoch aufstellen, um an das Ziel des schlanker Werdens zu gelangen. Ein solcher Ernährungsplan legt zum Beispiel an Hand des vorher berechneten individuellen Kalorienbedarfs fest, wie viel Anteile an den Grundnährstoffen man entsprechend des Energiebedarfs in seine Nahrungsaufnahme integrieren soll. Als Grundnährstoffe gelten dabei Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett. Die so festgesetzten Mengen sollten je nach vorab bestimmtem Zeitraum in diesem Zeitraum nicht überschritten werden. Auf Basis der so durchgeführten Berechnungen kann man sich seine Gerichte dann entsprechend zusammenstellen.

Der Vollwerternährungsplan funktioniert etwas anders. Hier gilt es nicht maßgeblich um die Beschränkung von Energiezufuhr, sondern darum, dass der Körper in ausreichendem Maß mit allem was er braucht versorgt wird. Hierbei spielen auch Vitamine, Spurenelemente, möglichst große Ernährungsvielfalt die Hauptrolle. Allerdings sieht ein Vollwerternährungsplan eben auch hinlänglich Bewegung vor.

Die liebe Bewegung - manchmal geplant, zumeist gefürchtet, aber der Beste der Schlankmacher

Jemanden, der sich über Jahre hinweg nur zwischen Bett, Sofa, Autositz, Bürostuhl und retour bewegt hat, kann man mit dem bloßen Wort „Bewegung“ durchaus schockieren. Doch auch eine in solchen Bewegungsgewohnheiten eingepasste Person kann man  durchaus davon überzeugen, dass es einfacher ist, sich erst weniger und dann immer mehr und mehr zu bewegen, als auf Dinge, die jederzeit stets zur vollsten Greifbarkeit nahe sind, zu verzichten. Wer sich für einen Vollwerternährungsplan entscheidet und konstante Körperregung, beispielsweise das alltägliche Fahrradfahren zum Arbeitsplatz, in seinen Lebensalltag integriert, der darf auch guten Gewissens mal eine Tafel Bioschokolade essen. Ein sogenannter Modediätist muss dann schon wieder zu rechnen beginnen und auf anderes verzichten - oder an schlechtem Gewissen leiden. Wer abnehmen will, wirklich langfristig abnehmen will, der sollte sich also überlegen, ob es nicht besser sein könnte, Gassigehen mit Hundchen nicht mehr als Extremsportart wahrzunehmen und dafür gerne mal Schoko zu essen oder lieber ständig und immerdar zu rechnen, zu kalkulieren und das schlechte Gewissen zu schmieren. Aber für welches Diätmuster man sich nun letztendlich entscheidet - ein vernünftiger, im Vorfeld gut durchdachter und dann auch wahrlich umgesetzter Ernährungsplan ist durchaus vonnöten, wenn man erfolgreich abnehmen möchte und nach akzeptabler Zeit zufrieden machende Ergebnisse sehen möchte.